»Duuu, neXTa?« »Hä?« machte neXTa. »Ich habe noch mal nachgedacht«, sagte Konfezius. »Das ist gut und kommt ja auch nicht so oft vor«, murmelte neXTa. »Na, vielen Dank«, grunzte Konfezius beleidigt. »Also, du sagst ja immer, ich sei so stockkonservativ und von vorgestern, weil ich deine Web 2.0-Begeisterung nicht teile.« »Ja, und?« fragte neXTa. »Hm, ich gewinne so langsam das Gefühl, dass die neXTkonferenz mich da doch so«n bisschen pusht.« »Na, wer sagt«s denn!«, rief neXTa. »Und woher kommt dein plötzlicher Sinneswandel?« »Naja, ich hab« halt auch ein bisschen rumgehört und irgendwie gibt es da doch echt fitte Leute, die über das Internet ihre Themen platzieren und Meinung machen und Gehör finden.« »Mein Reden«, nickte neXTa, »und insbesondere junge Menschen nutzen das Web häufig, um sich zu beteiligen. Nur leider wird, egal ob online oder offline, der Meinung von Kindern und Jugendlichen häufig viel zu wenig Bedeutung beigemessen.« »Schade nur, dass die Politik mal wieder viele Chancen verschläft, denn sowohl im Web 2.0 als auch in einer stärkeren Beteiligung liegen viele Potenziale. Jugendliche wollen sich engagieren und ihre Meinung sagen, sie wollen, dass man sie ernst nimmt, aber sie haben keine Lust auf dröge Rats-Sitzungen. Politik und Gesellschaft sind also gut beraten, wenn sie einen Schritt auf junge Menschen zugehen und deren Kommunikationsformen nutzen, um Jugendliche stärker zu beteiligen.«, dozierte Konfezius. »Politische Beteiligung per ICQ und Twitter?!«, vergewisserte sich neXTa. »Warum nicht!«, rief Konfezius. »Der Politik ist das Web 2.0 mit seinen zig Kanälen suspekt und es überfordert die Politiker auch total, auf der anderen Seite fürchten sie ihren Machtverlust, weil es neue Formen der Beteiligung gibt, die sie noch nicht nutzen. Da sollten die Politiker-innen mehr an die Jugendarbeit denken: Als online- UND offline-Brücke zwischen Jugendlichen und Politik!« »Mein Gott, bist du heute rebellisch«, ächzte neXTa. »Dabei bist du doch gar kein Digital Native.« Konfezius starrte sie fassunglos an. »Was? Wer?« »Sorry«, sagte neXTa, ehrlich schuldbewusst, »ich wollte dich jetzt nicht verunsichern. Ist aber als Kompliment gemeint, ehrlich! Und du kommst da ganz schnell drauf, bei deinem Elan!«
>>> »Teilen statt herrschen!« Hendrik Heuermann <<<
Wie kann Kindern und Jugendlichen mehr Mitbestimmung ermöglicht werden? Welche Chancen bietet das Web 2.0 für Partizipation und Demokratie? Wie kann Jugendarbeit diese neuen Möglichkeiten nutzen, um der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungen einen höheren Stellenwert zu geben? Und wie kann durch das Web 2.0 auch die kollektive Intelligenz aktiviert werden und z.B. das Expert-inn-en-Wissen von Jugendlichen durch Jugendarbeit und Gesellschaft genutzt werden?
Die Session wird sowohl Abschluss der neXTkonferenz als auch Ausblick sein gerade deshalb steht das Thema Beteiligung im Mittelpunkt: Denn nach der neXTkonferenz 2.0 wird es auch darum gehen, wie die Visionen und Forderungen für eine jugendgerechtere Zukunft gemeinsam mit Jugendlichen und Politiker-inne-n diskutiert werden können.
>>> Hendrik Heuermann <<<
ist Autor und Mit-Herausgeber des Buches »Reboot_D: Digitale Demokratie alles auf Anfang« und arbeitet als PR-Berater bei kulow kommunikation, Hamburg
Rahmendaten zur neXTkonferenz:
Datum: Samstag, 11.09.2010
Veranstaltungsort: Kultur- und Kommunikationszentrum Pavillon, Hannover
Tickets: zum Preis von 25,00 Euro, für Juleica-Inhaber-innen nur 10,00 Euro
Weitere Informationen und Tickets unter www.neXTkonferenz.de

